Bisher hat mich nur wenig aus dem Bereich “Internetkunst” (“digitale Kunst”) wirklich begeistern können. Doch heute bin ich auf eine tolle Seite gestoßen: colorflip.com.
Das Prinzip ist reichlich simpel. Mit der Maus wird eine Farbfläche nach der anderen “abgezogen”. Ganz so wie bei Post-Its. Nur eben virtuell.
Während ich also die Farbflächen im digitalen Nichts verschwinden lasse, fühle ich mich zutiefst an mein eigenes Verhalten im ‘normalen’ Internet erinnert. Auch hier reise ich von einer ‘bunten’ Seite zur anderen, nur um die vorhergehende schon beim Verlassen vergessen zu haben. Zu Beginn noch getrieben von der Neugierde, erfahren zu wollen, welche bunte Farbfläche (oder welche bunte Webseite) als nächstes auftaucht und welche Eindrücke sie mit sich bringt, weicht das Ganze schnell der Erkenntnis, dass sich vieles einfach wiederholt. Gerade bei Seiten wie FFFFound oder dropular denke ich das oft: Die Bilderflut macht vieles auch einfach beliebig; nur weniges schafft es noch wirklich hervorzustechen (Aber das ist vielleicht schon ein anderes Thema).
Auf jeden Fall bin ich froh, dass mir Rafaël Rozendaal mit seiner Seite die Möglichkeit gegeben hat, kurz innezuhalten und mein Verhalten ein wenig zu reflektieren. Bis morgen dann, wenn der RSS-Reader wieder strapaziert wird. Denn vielleicht taucht ja doch irgendwann eine noch nicht gesehene Farbe auf.

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