Color Flip.


Bisher hat mich nur wenig aus dem Bereich “Internetkunst” (“digitale Kunst”) wirklich begeistern können. Doch heute bin ich auf eine tolle Seite gestoßen: colorflip.com.

colorflip | Fake Guru | Rafaël Rozendaal

Das Prinzip ist reichlich simpel. Mit der Maus wird eine Farbfläche nach der anderen “abgezogen”. Ganz so wie bei Post-Its. Nur eben virtuell.

Während ich also die Farbflächen im digitalen Nichts verschwinden lasse, fühle ich mich zutiefst an mein eigenes Verhalten im ‘normalen’ Internet erinnert. Auch hier reise ich von einer ‘bunten’ Seite zur anderen, nur um die vorhergehende schon beim Verlassen vergessen zu haben. Zu Beginn noch getrieben von der Neugierde, erfahren zu wollen, welche bunte Farbfläche (oder welche bunte Webseite) als nächstes auftaucht und welche Eindrücke sie mit sich bringt, weicht das Ganze schnell der Erkenntnis, dass sich vieles einfach wiederholt. Gerade bei Seiten wie FFFFound oder dropular denke ich das oft: Die Bilderflut macht vieles auch einfach beliebig; nur weniges schafft es noch wirklich hervorzustechen (Aber das ist vielleicht schon ein anderes Thema).

Auf jeden Fall bin ich froh, dass mir Rafaël Rozendaal mit seiner Seite die Möglichkeit gegeben hat, kurz innezuhalten und mein Verhalten ein wenig zu reflektieren. Bis morgen dann, wenn der RSS-Reader wieder strapaziert wird. Denn vielleicht taucht ja doch irgendwann eine noch nicht gesehene Farbe auf.

15. July 2009 | Ein Eintrag von Emu
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“Humor opens up new paths”


Ein knallgelber Metallkontainer steht auf der grünen Wiese. Man weiß nicht genau ob er hier hin gehört oder nicht. Aber es vergisst wohl keiner jemand einen zwei auf vier Meter Metallklotz. Schaut selbst rein, was es mit dem Ding da auf sich hat:

Der “Laughing Container” des brailianischen Künstlers Marco Chaves (geb. 1961) war bereits an verschiedenen Plätzen in der Welt aufgestellt. Seit einigen Wochen steht er an der Zeppelin University in Friedrichhafen am Bodensee. Zwei Jahre soll er dort aufgebaut bleiben und mit seinem Gelächter seine Betrachter zum Innhalten und Nachdenken anregen.In my case I use humor, deviation, folds, to present new gazes at the same things,” sagt Chaves über seine Arbeiten.Humor opens paths. Sometimes you might laugh at something, but it may not be that funny. Humor might make us stop and think.”

Aus seinem “Lauhging Container” ertönt ein merhstimmiges sich immer wieder überlagerndes Lachen. Es sind unterschiedliche Gelächter. Plötzlich prustet einer los, wird unterbrochen von einem nervösen Kichern und dann wieder ein sich ständig steigerndes erlöstes und befreites Gelächter Unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Geschichten?

Marco Chaves greift in seiner Umwelt bereits vorhandener Material auf und verarbeitet es zu neuen Komposotionen. “Once I said playfully that there is enough stuff in the world for us to create more stuff. We can make use of what is already out there”, erläutert er seiner Arbeitweise in einem Interview. Wer Lust auf mehr bekommen hat kann auf Marco Chaves Homepage mehr erfahren. Und natürlich gibt es auch ein Künstlergespräch an der Zeppelin University.

13. July 2009 | Ein Eintrag von Katha
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“Guns Don’t Kill People… Lazers Do.”


Als geniale musikalische Geheimwaffe kommt es daher, das fast wahnwitzige Album von Major Lazer: “Guns Don’t Kill People… Lazers Do.”

Der jamaikanische Kriegsveteran Major Lazer kommt auf seinem raketenbetriebenem Skateboard angeschossen – mit roter Kappe auf dem Kopf und Rastazöpfen darunter. Im Krieg gegen die Zombies hat der Held seinen rechten Arm im Kampf verloren… halb so wild, sein implantierter Lazer steht ihm doch eh viel besser.

Major Lazer schießt damit einen Beat nach dem anderen heraus,
verbrät Vogelgezwitscher und Handyklingeln zu fast irrwitzigen Soundgespinsten mit Abspackgarantie. Major Lazer ist einfach unberechenbar!

Und wer steckt dahinter? Keine geringeren als die Überproduzenten Diplo und Switch sind die Schöpfer der Musikmacht im Comic-Format.


Als unangefochtene Herrscher des Hipstertums ist ihnen mit ihrem neuesten Projekt ein Clou gelungen.

Die Kerle mixen fast wagemutig, die eigentlich schon angestaubten Genres Reggae und Dancehall mit einer ordentlichen Briese Global Pop und Baltimore Beats! Klar, dass sich Größen wie Santigold, Nina Sky oder Dancehall Sänger Mr. Vegas nicht lange bitten lassen.

Jetzt heißt es: Stuhl beiseite, Tanzbein in Hab-Acht-Stellung und ein mutiger Klick auf Play.

Ach und was Major Lazer sonst so macht? Er kämpft als getarnter Dance-Hall-Club-Besitzer in Trinidad gegen das Böse. Ist doch klar, oder?!

13. July 2009 | Ein Eintrag von Fumi
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