Und was für einer!
Entdeckt habe ich ihn ganz zufällig in Paris…das niederländische Konsulat hat seine Fotos ausgestellt – für sage und schreibe 15 Euro Eintritt. Wenn es draussen nicht so dermaßen geregnet hätte, wären wir wahrscheinlich nicht rein gegangen – doch, zum Glück!
Darf ich vorstellen: Erwin Olaf, geboren 1959 in Hilversum, Niederlande.
Begnadeter Photograph und Pedant.

I Wish I Am I Will Be
Bekannt geworden ist er durch seine sehr exakten, detailgenau geplanten und völlig perfekten Fotos. Seine Fotoserien sind wie ein Tagebuch: in den 50er Jahren hat er viel zum Thema Sexualität photographiert (er musste sich seiner Homosexualität durch Bilder annähern). Später widmete er sich dann dem Shoppingwahn der Gesellschaft, ganz nach dem Moto “Overshopped and Underfucked”. In der Ausstellung in Paris habe ich drei seiner Fotoserien gesehen, unter anderem ”Grief” -


und “Hope”.

Erwin Olaf hat mittlerweile auch das Medium Film für sich entdeckt. 2006 hat er den Kurzfilm “Le derniere Cri” gedreht, eine ungaublich grausame Parodie auf den Schönheitswahn der Menschheit…und die Zukunft der Hausfrauen. Völlig abgedreht (im Netz konnte ich keine Version finden, also ab in die nächste Ausstellung). Lassen wir dem Künstler die letzen Worte…. (das Englisch ist grausam, einfach überhören).
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