“wenn zwei mediendesign-studenten mit einem nicht unbeachtlichen interesse an turnschuhen die möglichkeit bekommen, das thema ihrer abschlussarbeit frei zu bestimmen, liegt es fast schon auf der hand, worum es gehen wird: ein eigenes sneaker label.”
Während ich mich wohl mit unmengen Literatur und unzähligen Stunden in der Bib durch die Zeit der Bachelor-Thesis schlagen werde, haben es sich Sven und Oliver von der BA Ravensburg zur Aufgabe gemacht, ein eigenes Label aus der Traufe zu heben. Mit Erfolg: Der erste Turnschuh “kaalen hi” der eigenen Marke “flaek” ist Verwirklichung eines Traums und Abschlussarbeit in einem.
FakeGuru stellte den Gründern ein paar Fragen.
Eine Marke in drei Monaten kreieren – eine sportliche Herausforderungen. Hat das Experiment geklappt?
Sportlich ist in der Tat ein sehr treffender Begriff – es waren schon drei sehr bewegte Monate. Die Beurteilung, ob wir es geschafft haben, eine echte “Marke” zu kreieren überlassen wir gern Marketing- und Markenprofis. Wir haben unser persönliches Ziel auf jeden Fall erreicht.
Wie kommt man eigentlich dazu, gerade als Mediendesignstudent seine eigene Sneakermarke produzieren zu wollen?
Wir haben beide ein nicht unbeachtliches Interesse an Turnschuhen und sammeln seit mehreren Jahren selbst Sneaker. Da lag es nahe, die Chance zu nutzen und die Bearbeitungszeit der Abschlussarbeit für etwas aufzuwenden, dass unserem persönlichen Traum entspricht: ein eigenes Sneaker-Label.
Bemerkenswert ist auch euer konsequenter Einsatz von Social-Media. Welche Auswirkungen hatte die transparente Markengestaltung denn auf das letztendliche “Produkt”? Ist “flaek” auch ein Stück weit das Ergebnis eines Crowdsourcing-Prozesses?
flaek ist kein “User-Generated-Content” Produkt, wenn du das meinst. Es ging uns vielmehr darum, ein persönliches, kleines Sneaker-Label von Sammlern für Sammler zu schaffen. Anstatt eines abstrakten, unpersönlichen Markenapparates war es unser Ziel, möglichst transparent und offen zu kommunizieren und Interessierte an unserem Projekt teilhaben lassen. Letztendlich beeinflusste uns das Feedback, dass wir in der gesamten Zeit erhalten haben jedoch schon enorm. Es steigerte nicht nur unsere persönliche Motivation, sondern prägte auch wesentlich das gesamte Erscheinungsbild von flaek. Anstatt wiederkehrender Claims entschieden wir uns beispielsweise dafür, Kommentare auf Plakaten und Image-Motiven abzubilden. Darauf wären wir wohl nie gekommen, wenn wir im stillen Kämmerchen Pixel und Vektoren hin und her geschoben hätten.
Wie geht es jetzt mit flaek weiter? Besteht die Chance auf ein käuflich erwerbbares Exemplar?
Die Chance besteht – drückt uns die Daumen! Wir sind im Moment auf der Suche nach Produzenten und vergleichen Preise – wir halten definitiv an flaek fest. Auch wenn es jetzt deutlich träger voran geht als während unserer Bearbeitungszeit der Abschlussarbeit und wir beide jetzt auch arbeiten, wir geben unser Bestes.
Hat sich schon ein großer Hersteller gemeldet? Würdet ihr das Unternehmen bzw. die Marke weiterverkaufen?
Nein, bisher nicht. Im Moment ist flaek so käuflich wie der kaalen hi.
Sollte ein Leser auf die Idee kommen morgen seine eigene Marke starten zu wollen, was würdet ihr ihm raten?
Ehrlichkeit, das Vertrauen in die eigene Idee und den Mut zuzuhören.
(Mehr von den flaek-Gründern erfahrt ihr auf ihrem Blog, bei Twitter oder in ihrer Facebook-Gruppe.)

Hi
habe das projekt verfolgt und war gleich begeistert…
Ich würde aber schnell mal den Artikel korrigieren
Ihr habt Fleak geschrieben anstatt Flaek.
Grüße aus Karlsruhe
@anna-lena: Ui – habe ich unten sofort geändert. Sollte jetzt passen. Danke für den Hinweis
Und du hast natürlich recht: Es ist wirklich ein absolut tolles Projekt.
Dudes. So soll es sein. ich will welche haben, vor allem die verpackung.
[...] Dank an FakeGuru für das Interview! http://fakeguru.de/2009/11/flaek/ 4 days ago [...]
[...] schick aus, chapeau”). Das Produkt sei jedoch kein Ergebnis von Crowd-Sourcing, wie die zwei in einem Interview sagen . Die Kommunikation mittels Social Media habe jedoch das gesamte Erscheinungsbild [...]