Magical. Really?


Drei kleine Gedanken zum Apple ‘iPad’ Event.

scott forstall crazy eyes

1. Magical?

Wenn jemand nicht müde wird, immer wieder die selbe Vokabel zu verwenden, bis sie jeder Zuhörer auch wirklich verinnerlicht hat, dann sollte man eigentlich skeptisch werden. ‘Magical’ war am heutigen Abend eine solche Vokabel.

Dabei hätte in der Tat alles so magisch sein können: Apple stellt den nächsten Game-Changer vor – nach dem Jesus-Device das Moses-Tablet. Ein Gerät, dass vor allem von Verlagshäusern und (printorientierten) Werbetreibenden bereits vor Bekanntgabe als Heilsbringer gefeiert wurde. Ein Gerät, dass auch dem härtesten eBook-Gegner eine Träne der Verzückung ins Auge hätte treiben sollen.

Und herausgekommen ist doch nur ein großes iPhone, dem sogar noch einige Features geklaut wurden.

2. Letdown?

Kein Flash. Kein neues OS. Keine Kamera. Kein Videochat. Keine Möglichkeit mit einem Stift darauf zu schreiben. Ein Liste, die sich sicherlich noch ein wenig erweitern ließe.

3. Game-Changer?

Und doch: Das iPad hat unglaubliches Potential. Der Erfolg des App-Stores wird fortgesetzt – ja, vielleicht sogar ausgebaut – und mit dem Book-Store steht ein ganz ähnlicher Kassenschlager ins Haus. Denn verkauft wird eben nicht nur ein hochglanz eBook-Reader, sondern gleich noch eine sexy Infrastruktur dazu – eine Verbindung, die schon zwischen iPhone und App-Store für viele Überraschungen gesorgt und nicht zuletzt auch zum Erfolg des iPhones beigetragen hat.

Doch was das iPad (auf den Namen komm ich noch immer nicht so ganz klar…) wirklich zu einem “revolutionärem” Produkt machen könnte, ist der Vorstoß zu einer völlig neuen Käufergruppe: Technisch unbedarfte Nutzer, die am Laptop kaum mehr machen, als auf Amazon zu shoppen, Fotos anzusehen und Mails zu beantworten. Die verführerisch intuitive Steuerung, die relative Viren- und Gefahrlosigkeit sowie das sexy Design bergen das Potential, den Computer auch für Menschen interessant zu machen, die sich sonst eher widerwillig mit ‘technischen’ Geräten auseinander gesetzt haben.

Ja, das iPad könnte der ultimative Mama-Mac werden.

28. January 2010 | Ein Eintrag von Emu
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3 Comments zu "Magical. Really?"


  1. markh - 28/01/2010 um 1:49 am

    beim iPhone hats man auch gesehen. Die vermissten Features vom Anfang kommen nach und nach rein und werden als ‘neue’ Produkte gehandelt.
    Ein cooles Gerät – schade nur, dass es nur normales 3.2 OS ist.

    Auch sehr interessant kann das Gerät auf Reisen sein. Man hat quasi alles dabei was man braucht ohne auf Funktionalität zu verzichten (richtig ‘arbeiten’ tut man auf Reisen eh nicht) und spart dabei eine Menge Gewicht (Bücher, Karten etc..).

    ..sehr potent eigentlich ;)

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  2. Emu - 28/01/2010 um 2:20 am

    Gebe dir in beiden Punkten recht – ist für Reisen super und die Features werden sicher auch noch kommen. Vll. sogar Flash.

    Was ich im Artikel vergessen habe zu sagen: Es ist schon ein bisschen StarTrek, dieses iPad. Just sayin’.

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  3. Bastian - 28/01/2010 um 11:06 am

    Ich find das Foto on top super gewählt. Richtig gruselig, wie der Herr schaut.

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