
Nicht erst seit dem kleinen Denkanstoß von Malte zum Thema “Nachhaltigkeit durch Design” denke ich verstärkt über dieses kleine Wort nach, dass wohl jedem mindestens einmal pro Tag über den Weg läuft. Doch der Artikel hat nun den letzten Anstoß dazu gegeben, meine eigenen Gedanken einmal niederzuschreiben.
Denn obwohl so viele Leute über Nachhaltigkeit sprechen, scheint immer noch unklar zu sein, was nun wirklich dahinter steckt. Und das, obwohl es sogar eine offizielle Definition gibt, die von der UN 1992 auf dem Umweltgipfel in Rio beschlossen wurde.
„Nachhaltigkeit ist eine Entwicklung, die die Bedürfnisse der gegenwärtigen Generation deckt, ohne die Möglichkeit der zukünftigen Generationen zu beeinflussen.“ (Brundtlandformel, 1992, Rio)
Dem können wohl alle zustimmen – keiner muss auf irgendetwas verzichten. Denn die Bedürfnisse heute sollen ja auch gedeckt werden. Und dazu gehört dann eben auch der dritte iPod oder das McDonalds Maxi-Menü. Bedürfnis ist Bedürfnis.
Und spätestens hier merken wir, dass ‘Nachhaltigkeit’ ein ganz schwieriges Thema ist.
Schwierig nicht nur wegen einer schwammigen Definition, sondern auch, weil jeder und vor allem jede Firma „Nachhaltigkeit“ für sich proklamiert. Dabei wissen – so zitiert das Wirtschaftsmagazin BrandEins eine Studie – nur 10% der deutschen Bürger über die genaue Bedeutung des Wortes bescheid. Doch dass das „Unerklärliche“ gut ist, denken neun von zehn BefragteN. Nachhaltigkeit; Grün – das ist Zeitgeist. Da muss man eben nicht genau nachfragen.
Doch was bedeutet es wirklich für ein Unternehmen und für eine Privatperson, Nachhaltigkeit in seinem holistischen Wortsinne ernst zu nehmen? (weiterlesen…)