Reality Distortion Field.


Das Internet, so scheint es, kannte gestern nur zwei Themen: Unsinn (Topeka? C’mon Google…) und iPad. Sehr. Viel. iPad.

Waren die ersten Kommentare zu Apples neustem Gerät noch ein wenig verhalten, so ist diese Skepsis herrlichstem Enthusiasmus gewichen. In dem Moment, in dem die Testpersonen der einschlägigen Print- und Onlinepublikationen das Pad in die Hand gedrückt bekamen, gab es kein Halten mehr. Regte man sich vor einigen Wochen noch darüber auf, dass das Gerät über keine Kamera, kein Flash und kein Multitasking verfüge, so genügt nun offenbar ein Satz von Designer Jonathan Ive um alle Kritiker zum Schweigen zu bringen: “In many ways, it’s the things that are not there that we are most proud of“.

Und so folgt nun ein Jubelschrei dem nächsten. Ein Beispiel:

I am finally left alone with an iPad. Finally I get some finger time. I peep under the slip holder, and there it is. When I switch it on, a little sigh escapes me as the screen lights up. Ten minutes later I am rolling on the floor, snarling and biting, trying to wrestle it from the hands of an Apple press representative.

Dieser Auszug stammt aus einem mehrseitigen Artikel der New York Times. Ja, der New York Times. Und es sind Artikel wie dieser, die mich größte Ehrfurcht vor Apples PR-Abteilung haben lassen. Man kann wohl froh sein, dass die Firma aus Cupertino keine Drogen, Handfeuerwaffen oder Atomtechnologie verkauft – wir würden alle Schlange stehen.

2. April 2010 | Ein Eintrag von Emu
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2 Comments zu "Reality Distortion Field."


  1. markh - 02/04/2010 um 11:09 pm

    johnny’s zitat ist aber auch der hammer!

    könnte jetzt auch ausschweifen und über das konzept/produkt/entwicklung schreiben, aber es wird doch eh alles belächelt… schließ mich der aussage des posts aber an

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  2. Emu - 02/04/2010 um 11:18 pm

    @markh: Ich denke nicht, dass es belächelt werden würde – das ganze Konzept hinter dem iPad ist meiner Meinung nach wirklich eine bedeutende Weiterentwicklung – vor allem wenn es um ‘Konsum’ von Medien geht. Gerade deswegen bietet es ja auch so viel Diskussionsstoff. Also: Abschweifungen sind hier immer erwünscht :)

    Dennoch ist der Hype natürlich auch wieder Teil einer genialen PR-Kampagne.

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