Sébastien Tellier ist unmöglich. Seine bisherigen Videos sind im besten Fall trashig, seine Lieder allerschlimmster Pop und Fotos von Sébastien himself schaut man sich besser nicht an. Und doch – vielleicht auch genau deshalb – fahre ich ziemlich auf den französischen Künstler ab. Das dürft ihr grenzwertig finden, aber dafür gibt es jetzt auch ein Video zu sehen, in dem ein weiblicher Po die Hauptrolle spielt. Das ist wenigstens für die Hälfte aller Besucher eine Entschädigung.
Aber: Awesomeness doesn’t stop here. Das Künstlerduo Mrzyk & Moriceau, die auch für das Po-Video verantwortlich sind, haben in Zusammenarbeit mit Sébastiens Label “Record Makers” eine ziemlich abgefahrene iPhone-App gebastelt. Zu Soundeffekten von Mr. Oizo schiebt man mit dem Finger Zeichnungen zu immer wieder neuen Werken zusammen. Das ist zwar sinnbefreit, macht aber Spaß.
Nicht selten kommt es vor, dass ich die Läden der ansässigen Mobilfunkhändler mit einem gelangweiltem Schulterzucken verlasse. Bis jetzt schien es, als hätten alle Handyhersteller wenigstens einmal versucht, das User-Interface des iPhones zu kopieren. Nie mit Erfolg. Enttäuscht von diesen unkreativen Lösungen, habe ich für einige Zeit gänzlich das Interesse an dem Markt verloren.
Anatoly Zenkov, ein zurückhaltender Russe, der von sich selbst lediglich behauptet, er könne alles (wohl aber hauptsächlich Art Director, Designer und Programmierer in Personalunion ist), hat eine Serie von Fotos auf wunderbarste Art manipuliert.
“Persistent Pyramids” zeigt zum größten Teil Landschaftsaufnahmen aus deren Mitte tatsächlich Pyramiden zu entwachsen scheinen. Die entstehenden Verzerrungen geben den Bildern einen herrlich surrealen Effekt – die Welt der sonst so idyllischen (fast schon kitschigen) Aufnahmen wird völlig aus dem Gleichgewicht geworfen. Etwas, dass auch so manch einem Urlaubsfoto ganz gut tun würde.
Mehr Bilder gibt es wie immer nach dem Klick. (weiterlesen…)