Ich war mit Freunden beim, naja fast, Tourauftakt von Avishai Cohen, der mit vier weiteren Musikern sein neues Album “Aurora” erklingen ließ. Und es war ganz sagenhaft wunderbar.
Die ersten Klänge einer Komposition erklingen und du hast das Gefühl, alles in dir öffnet sich und die Welt strömt aus dir hinaus und in dich hinein. Jemand nimmt das, was du spürst und bringt es wie selbstverständlich zum klingen. Als zur Zugabe auch noch die Akkorde von meinem absouten Lieblingssstück “Remembering” (hier zu finden) den Raum erfüllten, war der Abend nicht nur perfekt, sondern zu einer kleinen schönen Welt geworden, die ich am liebsten nicht mehr verlassen hätte.
Ich bin kein großer Musikexperte und dennoch glaube ich wenigstens folgendens mit gutem Gewissen sagen zu könnnen: Diese fünf sind so unglaublich präzise und aufeinander abgestimmt, nein vielmehr miteinander in musikalischer Symbiose verschmelzende Musiker, die durch ihre Musik leben und deshalb auf die natürlichste Art und Weise entstehen und entwickeln lassen.
Wer die Chance auf ein Live-Erlebnis hat: hingehen, hingehen, hingehen. Hier der Link zu den Tourdaten. Falls es dieses mal nicht reicht – merken! Und dann bei der nächsten Gelegenheit: Hingehen!
Got the message? In Dänemark, dem Heimatland der zwei tierisch ineinander verliebten Schnecken, dachten die guten Radio-Menschen anfangs wohl es ginge wirklich NUR um Pferde. YAM YAM.
Die trübe Jahreszeit hat wieder angefangen, der Nebel hängt in den Bäumen und man sieht den Vordermann auf dem Fahrrad kaum. Bei all dem Grau ist gute Musik goldwert und das nicht immer nur aus den Lausprecherboxen auf dem Schreibtisch.
Mantel an. Mütze rauf. Und macht euch auf …
… zum Brad Mehldau Trio nach Ravensburg am 4.11.09
Vom 4.-8. November findet wieder das trans4JAZZ-Festival in Ravensburg statt. Wer nächsten Mittwoch noch nichts vor hat sollte unbedingt beim Brad Mehldau Trio im Konzerthaus in Ravensburg vorbeischauen.
… weiter gehts zu Avishai Cohen nach Friedrichshafen am 12.11.09
Auf der Homepage von Avishai Cohen kann man sich anhören, was der Musiker selbst über die neue Tour “Aurora” zu sagen hat, mit der er auch am Donnerstag, den 12.11, in Friedrichshafen im Graf-Zeppelin-Haus gastiert.
Ein knallgelber Metallkontainer steht auf der grünen Wiese. Man weiß nicht genau ob er hier hin gehört oder nicht. Aber es vergisst wohl keiner jemand einen zwei auf vier Meter Metallklotz. Schaut selbst rein, was es mit dem Ding da auf sich hat:
Der “Laughing Container” des brailianischen Künstlers Marco Chaves (geb. 1961) war bereits an verschiedenen Plätzen in der Welt aufgestellt. Seit einigen Wochen steht er an der Zeppelin University in Friedrichhafen am Bodensee. Zwei Jahre soll er dort aufgebaut bleiben und mit seinem Gelächter seine Betrachter zum Innhalten und Nachdenken anregen. “In my case I use humor, deviation, folds, to present new gazes at the same things,” sagt Chaves über seine Arbeiten. “Humor opens paths. Sometimes you might laugh at something, but it may not be that funny. Humor might make us stop and think.”
Aus seinem “Lauhging Container” ertönt ein merhstimmiges sich immer wieder überlagerndes Lachen. Es sind unterschiedliche Gelächter. Plötzlich prustet einer los, wird unterbrochen von einem nervösen Kichern und dann wieder ein sich ständig steigerndes erlöstes und befreites Gelächter Unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Geschichten?
Marco Chaves greift in seiner Umwelt bereits vorhandener Material auf und verarbeitet es zu neuen Komposotionen. “Once I said playfully that there is enough stuff in the world for us to create more stuff. We can make use of what is already out there”, erläutert er seiner Arbeitweise in einem Interview. Wer Lust auf mehr bekommen hat kann auf Marco Chaves Homepage mehr erfahren. Und natürlich gibt es auch ein Künstlergespräch an der Zeppelin University.