Pyramids.


Anatoly Zenkov, ein zurückhaltender Russe, der von sich selbst lediglich behauptet, er könne alles (wohl aber hauptsächlich Art Director, Designer und Programmierer in Personalunion ist), hat eine Serie von Fotos auf wunderbarste Art manipuliert.

Persistent Pyramids” zeigt zum größten Teil Landschaftsaufnahmen aus deren Mitte tatsächlich Pyramiden zu entwachsen scheinen. Die entstehenden Verzerrungen geben den Bildern einen herrlich surrealen Effekt – die Welt der sonst so idyllischen (fast schon kitschigen) Aufnahmen wird völlig aus dem Gleichgewicht geworfen. Etwas, dass auch so manch einem Urlaubsfoto ganz gut tun würde.

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25. February 2010 | Ein Eintrag von Emu
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Robin Friend.


Als ich beim durchblättern der neusten Ausgabe der ‘Wallpaper‘ auf die Bilder von Robin Friend gestoßen bin, wusste ich, dass ich sie umgehend bloggen wollte. Doch noch während ich eine Mail an den Fotografen aufsetzte, wurde ich ein wenig stutzig. Ich war dabei, wunderschöne, ruhige und nebelige Landschaftsaufnahmen zu veröffentlichen. Wieder einmal.

Warum kehre ich immer wieder zu solchen Aufnahmen zurück? Ist es einfach – vielleicht auf unerklärliche Weise – “mein Ding”? Noch während ich dem Gedanken nachhing, ertönte das leise Pling meines Mailaccounts. Friend hatte geantwortet. “Yeah by all means – publish away”.

Ich weiß nicht, wie oft ich die Bilder noch beim Verfassen dieses Textes angesehen habe. Ein Hin und Her zwischen Preview, Schreiben, Löschen und wieder Preview. Und irgendwo dazwischen ein Funken von dem, was es ist, das mich so fesselt.

In dem Beitrag zu Ferit Kuyas Fotoprojekt “City of Ambition” schrieb ich damals:

Nur schemenhaft kann man von dort die im Nebel versinkende Hochhäuser erkennen. Immer wieder stolpert der Blick über riesige Brückenkonstruktionen, die allmählich im grauen Dunst der Stadt verschwinden. Es ist mehr eine vage Ahnung, die wir so von der Metropole und ihren Ausmaßen bekommen: Was sich hinter dem kühlen Weiß abspielt, bleibt der eigenen Phantasie überlassen.

Es ist mein eigener Kopf – meine eigene Phantasie – die einen solchen Sog entwickelt. Das kleine Kino, dass bei jedem Betrachten die Vorhänge öffnet. Jedes Mal anders. Es gibt in diesen Bildern nichts, dass grob daherkommt und sagt: Sieh das! Das ist für mich etwa der Unterschied zur Fashionfotografie, die zwar ästhetisch aber meist plakativ ist.

Die Aussage des Künstlers findet ihren Weg auch so zu mir. Leise. Aber umso eindringlicher.

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12. January 2010 | Ein Eintrag von Emu
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Edward Burtynsky.


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Vor wenigen Tagen bin ich in einem kleinen Buchladen auf den wunderbaren Bildband “Oil” von Edward Burtynsky gestoßen. Es war der Beginn einer kleinen Entdeckungsreise quer durch die Arbeit des Künstlers.

Der Kanadische Fotograf schafft es, in seinen Landschaftsaufnahmen auf die großen Probleme unserer modernen Gesellschaft hinzuweisen, ohne dabei auch nur einmal ins Plakative abzurutschen. Er selbst sagt dazu:

“These images are meant as metaphors to the dilemma of our modern existence; they search for a dialogue between attraction and repulsion, seduction and fear. We are drawn by desire – a chance at good living, yet we are consciously or unconsciously aware that the world is suffering for our success. Our dependence on nature to provide the materials for our consumption and our concern for the health of our planet sets us into an uneasy contradiction.”

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19. November 2009 | Ein Eintrag von Emu
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Pedant hinter der Linse.


Und was für einer!

Entdeckt habe ich ihn ganz zufällig in Paris…das niederländische Konsulat hat seine Fotos ausgestellt – für sage und schreibe 15 Euro Eintritt. Wenn es draussen nicht so dermaßen geregnet hätte, wären wir wahrscheinlich nicht rein gegangen – doch, zum Glück!

Darf ich vorstellen: Erwin Olaf, geboren 1959 in Hilversum, Niederlande.
Begnadeter Photograph und Pedant.

Selbstfotografie.Erwin Olaf.
  I Wish                                             I Am                                            I Will Be

Bekannt geworden ist er durch seine sehr exakten,  detailgenau geplanten und völlig perfekten Fotos. Seine Fotoserien sind wie ein Tagebuch: in den 50er Jahren hat er viel zum Thema Sexualität photographiert (er musste sich seiner Homosexualität durch Bilder annähern). Später widmete er sich dann dem Shoppingwahn der Gesellschaft, ganz nach dem Moto “Overshopped and Underfucked”. In der Ausstellung in Paris habe ich drei seiner Fotoserien gesehen, unter anderem  ”Grief” -

Grace, 2005 aus "Grief".

The Lodger, Hope.

und “Hope”.

Hope 2005.

Erwin Olaf hat mittlerweile auch das Medium Film für sich entdeckt. 2006 hat er den Kurzfilm “Le derniere Cri” gedreht, eine ungaublich grausame Parodie auf den Schönheitswahn der Menschheit…und die Zukunft der Hausfrauen. Völlig abgedreht (im Netz konnte ich keine Version finden, also ab in die nächste Ausstellung). Lassen wir dem Künstler die letzen Worte…. (das Englisch ist grausam, einfach überhören).

21. September 2009 | Ein Eintrag von Fumi
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