Pedant hinter der Linse.


Und was für einer!

Entdeckt habe ich ihn ganz zufällig in Paris…das niederländische Konsulat hat seine Fotos ausgestellt – für sage und schreibe 15 Euro Eintritt. Wenn es draussen nicht so dermaßen geregnet hätte, wären wir wahrscheinlich nicht rein gegangen – doch, zum Glück!

Darf ich vorstellen: Erwin Olaf, geboren 1959 in Hilversum, Niederlande.
Begnadeter Photograph und Pedant.

Selbstfotografie.Erwin Olaf.
  I Wish                                             I Am                                            I Will Be

Bekannt geworden ist er durch seine sehr exakten,  detailgenau geplanten und völlig perfekten Fotos. Seine Fotoserien sind wie ein Tagebuch: in den 50er Jahren hat er viel zum Thema Sexualität photographiert (er musste sich seiner Homosexualität durch Bilder annähern). Später widmete er sich dann dem Shoppingwahn der Gesellschaft, ganz nach dem Moto “Overshopped and Underfucked”. In der Ausstellung in Paris habe ich drei seiner Fotoserien gesehen, unter anderem  ”Grief” -

Grace, 2005 aus "Grief".

The Lodger, Hope.

und “Hope”.

Hope 2005.

Erwin Olaf hat mittlerweile auch das Medium Film für sich entdeckt. 2006 hat er den Kurzfilm “Le derniere Cri” gedreht, eine ungaublich grausame Parodie auf den Schönheitswahn der Menschheit…und die Zukunft der Hausfrauen. Völlig abgedreht (im Netz konnte ich keine Version finden, also ab in die nächste Ausstellung). Lassen wir dem Künstler die letzen Worte…. (das Englisch ist grausam, einfach überhören).

21. September 2009 | Ein Eintrag von Fumi
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City of Ambition


Städte üben auf mich eine unglaubliche Faszination aus. Ihre Dynamik und Heterogenität wirkt auf mich wie ein unwiderstehlicher Sog. Ganz besonders hat es mir allerdings die Königsklasse aller Städte angetan: Mega Cities – jene urbanen Ballungsräume, deren Einwohnerzahl die 10-Millionen Grenze und damit wohl auch das Vorstellungsvermögen vieler übersteigt.

Heute morgen habe ich dann eine wunderbare Foto-Serie über die chinesische Megastadt “Chongqing” entdeckt (ein Name der mir vorher unbekannt war – wie leider viel zu vieles aus China), in die ich mich dann auch gleich verliebt habe.
Der in der Schweiz wohnhafte Fotograf Ferit Kuyas nähert sich der 32 Millionen-Metropole hauptsächlich von den Randbezirken aus. Nur schemenhaft kann man von dort die im Nebel versinkende Hochhäuser erkennen. Immer wieder stolpert der Blick über riesige Brückenkonstruktionen, die allmählich im grauen Dunst der Stadt verschwinden. Es ist mehr eine wage Ahnung, die wir so von der Metropole und ihren Ausmaßen bekommen: Was sich hinter dem kühlen Weiß abspielt, bleibt der eigenen Phantasie überlassen.

City of Ambition 5

City of Ambition 4

Mehr wunderbare Bilder nach dem Klick. (weiterlesen…)

16. September 2009 | Ein Eintrag von Emu
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