Zeppelin Wundertour.


5:30am.

Ich vermisse es zu reisen.

Natürlich sollte ich mich nicht beschweren, gerade jetzt nicht, wo ich doch in Berlin bin, spannende Leute treffe und jeden Tag coole Orte (wieder-)entdecke. Aber es ist auch nicht das touristische Reisen – nicht dieses “entdecken dank Reiseführer” – das ich vermisse. Es sind die intensiven persönlichen Begegnungen, die ich vor vier Wochen dank meiner Tour mit dem Zeppelin Orchestra machen durfte, die mir jetzt fehlen.

So wirklich hatte ich das Projekt hier noch gar nicht vorgestellt (drüben nur ganz kurz — ihr solltet unbedingt das Facebook-Abo abschließen!) – aber es wird höchste Zeit! (weiterlesen…)

9. July 2010 | Ein Eintrag von Emu
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Auch mein Herz für Blogs.


Die dritte Runde des, wie Marcel so passend feststellte ‘größten Stöckchens’ der deutschen Bloglandschaft, geht heute in die dritte Runde – und FakeGuru ist natürlich auch mit dabei. Es folgen nach altbekannter Weise (wie auch hier noch einmal nachzulesen) Blogs, die mir ganz besonders am Herzen liegen und die ich euch nur aufs dringendste Empfehlen kann.

// jimmie.hu

Wenn ihr bei Tumblr seid, dann solltet ihr diesem Blog schnellstmöglich folgen. Nicht nur weil Simon ein guter Freund von mir ist, sondern auch weil mich jeder neue Post (die leider viel zu selten erscheinen!) ins Staunen versetzt. Unvergessen sind die wunderbaren Vorstellungen von Fredrik und Efterklang, ohne die ich diese beiden Bands wohl nie kennengelernt hätte.

// triangletriangle

Jeder der mich kennt oder diesen Blog verfolgt, weiß vermutlich um meine Liebe zur Fotografie. Nicht das ich selbst sonderlich begabt wäre (ich arbeite noch daran…), aber Fotos ziehen mich immer wieder in den Bann. Und viele spannende Fotografen habe ich in letzter Zeit über triangletriangle kennengelernt. Unbedingt vorbeischauen.

// miundcay

Awesome randomness! Kaum ein anderer Blog schaft es so zielsicher meine ‘guilty pleasures‘ zu treffen, wie dieser Blog. Wenn jetzt noch ein Kennzeichnung hinzukommen würde, wer jeweils die Posts schreibt (Mi oder Cay eben), dann wäre die Welt in vorzüglichster Ordnung.

Neben diesen drei gibt es natürlich noch eine ganze Reihe unverzichtbare Blogs – hundertmark, bettertastethansorry, hurra und today and tomorrow sind nur einige, die ich hier noch einmal explizit erwähnen möchte.

All diesen Blogs gilt mein ausdrücklicher Dank, weil meine Streifzüge durch das Netz ohne sie erheblich langweiliger wären.

25. May 2010 | Ein Eintrag von Emu
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Reality Distortion Field.


Das Internet, so scheint es, kannte gestern nur zwei Themen: Unsinn (Topeka? C’mon Google…) und iPad. Sehr. Viel. iPad.

Waren die ersten Kommentare zu Apples neustem Gerät noch ein wenig verhalten, so ist diese Skepsis herrlichstem Enthusiasmus gewichen. In dem Moment, in dem die Testpersonen der einschlägigen Print- und Onlinepublikationen das Pad in die Hand gedrückt bekamen, gab es kein Halten mehr. Regte man sich vor einigen Wochen noch darüber auf, dass das Gerät über keine Kamera, kein Flash und kein Multitasking verfüge, so genügt nun offenbar ein Satz von Designer Jonathan Ive um alle Kritiker zum Schweigen zu bringen: “In many ways, it’s the things that are not there that we are most proud of“.

Und so folgt nun ein Jubelschrei dem nächsten. Ein Beispiel:

I am finally left alone with an iPad. Finally I get some finger time. I peep under the slip holder, and there it is. When I switch it on, a little sigh escapes me as the screen lights up. Ten minutes later I am rolling on the floor, snarling and biting, trying to wrestle it from the hands of an Apple press representative.

Dieser Auszug stammt aus einem mehrseitigen Artikel der New York Times. Ja, der New York Times. Und es sind Artikel wie dieser, die mich größte Ehrfurcht vor Apples PR-Abteilung haben lassen. Man kann wohl froh sein, dass die Firma aus Cupertino keine Drogen, Handfeuerwaffen oder Atomtechnologie verkauft – wir würden alle Schlange stehen.

2. April 2010 | Ein Eintrag von Emu
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Die Regeln des Spiels.


The rules of a game, the kinds of interactions that a game puts you into, is the meaning of life for that game. And the meaning of life in World of Warcraft is that you’re some schmo who doesn’t really have anything better to do than sit around pushing a button and killing imaginary monsters that are meaningless. It also says it doesn’t really matter whether you’re smart or adept at trying to get ahead in the system because what really matters is how much time you sink in (because of all the artificial constraints on you). That also says you don’t need to do anything exceptional because to feel good, to be rewarded, all you need to do is run the treadmill like everyone else.

‘As cinema matured, films developed the power to transform as well as to entertain. Video games are poised to enter a similar golden age.’ As a designer, I [Jonathan Blow; Anmerkung Emu] want to see that golden age. I want to see us harness this power to transform society that Daniel Radosh [Journalist, NYT; Blow bezieht sich hier auf diesen Artikel; Anmerkung Emu] also wants to see. I’m a designer now because once a long time ago I was a gamer. I was a little kid who loved games; I played a lot of games. And I feel like I’ve grown up, I’m a smarter and wiser and a more experienced person now. Games are a lot bigger but they haven’t really grown. They haven’t kept pace with me. As a player I have this desire to be transformed like Daniel Radosh mentioned but I’m not getting it. At least not most of the time. — Jonathan Blow, 2007

Auch wenn die obigen Zitate von einem Vortrag stammen, der bereits drei Jahre alt ist, so haben sie dennoch nichts an Aktualität verloren. Seit einiger Zeit laufen Videospiele der Filmindustrie immer wieder den Rang ab, wenn es um Umsatzstärke geht – doch so sehr ich es mir auch wünsche, die ‘Kunstform’ Computerspiel, besteht leider immer noch nur in Ansätzen.

Ich lege Jonathan Blows Vortrag (hier als Audio, hier als Transcript) jedem sehr ans Herz, der sich selbst schon einmal dabei ertappt hat, wie er den Controler aus der Hand legt und sich fragt, was er die letzte Stunde eigentlich getan hat.

22. March 2010 | Ein Eintrag von Emu
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