Bewerbungskunst.


‘El Baile Aleman’ von Coyu & Edu Imbernon wummert aus den Boxen, während ich Textbaustein-Tetris spiele. Viele können mit Musik im Hintergrund nicht arbeiten, geschweige denn denken. Ich kann es. Beim Tippen fühlt es sich an, als würden meine Finger im Gleichklang des Taktes auf der Tastatur tanzen. Aber das kann auch einfach an meinem kaum vorhandenen Rhythmusgefühl liegen. Egal.

Ich schreibe Bewerbungen für ein Praktikum im Sommer und da kann Musik die ein wenig pusht nicht schaden. Denn der Prozess des Bewerbungsschreibens hat etwas gänzlich unbefriedigendes an sich: Es ist ein Spiel mit Floskeln, die alle mehr oder weniger dubiosen Standards (“Your ultimate guide on how to write the perfect cover letter“) entsprechen und die so oder so ähnlich von der Gegenseite auch vielfach vorausgesetzt werden. Kreativitätstot auf Raten – Satz für Satz.

Wir spielen dieses Spiel vor allem dann mit, wenn es um Bewerbungen für Unternehmen, Projekte oder ähnliches geht, die uns nicht wirklich interessieren. Bei denen wir uns bewerben, weil wir bestimmten Zwängen (Pflichtpraktika, anyone?) unterliegen – und sei es nur aus Angst, den vermeintlichen Anforderungen an den eigenen Lebenslauf nicht gerecht werden zu können.

Doch was, wenn man wirklich für eine Praktikumsstelle brennt? (weiterlesen…)

12. March 2010 | Ein Eintrag von Emu
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Kleine Welt.


Nicht selten kommt es vor, dass ich die Läden der ansässigen Mobilfunkhändler mit einem gelangweiltem Schulterzucken verlasse. Bis jetzt schien es, als hätten alle Handyhersteller wenigstens einmal versucht, das User-Interface des iPhones zu kopieren. Nie mit Erfolg. Enttäuscht von diesen unkreativen Lösungen, habe ich für einige Zeit gänzlich das Interesse an dem Markt verloren.

Bis jetzt. (weiterlesen…)

10. March 2010 | Ein Eintrag von Emu
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Robin Friend.


Als ich beim durchblättern der neusten Ausgabe der ‘Wallpaper‘ auf die Bilder von Robin Friend gestoßen bin, wusste ich, dass ich sie umgehend bloggen wollte. Doch noch während ich eine Mail an den Fotografen aufsetzte, wurde ich ein wenig stutzig. Ich war dabei, wunderschöne, ruhige und nebelige Landschaftsaufnahmen zu veröffentlichen. Wieder einmal.

Warum kehre ich immer wieder zu solchen Aufnahmen zurück? Ist es einfach – vielleicht auf unerklärliche Weise – “mein Ding”? Noch während ich dem Gedanken nachhing, ertönte das leise Pling meines Mailaccounts. Friend hatte geantwortet. “Yeah by all means – publish away”.

Ich weiß nicht, wie oft ich die Bilder noch beim Verfassen dieses Textes angesehen habe. Ein Hin und Her zwischen Preview, Schreiben, Löschen und wieder Preview. Und irgendwo dazwischen ein Funken von dem, was es ist, das mich so fesselt.

In dem Beitrag zu Ferit Kuyas Fotoprojekt “City of Ambition” schrieb ich damals:

Nur schemenhaft kann man von dort die im Nebel versinkende Hochhäuser erkennen. Immer wieder stolpert der Blick über riesige Brückenkonstruktionen, die allmählich im grauen Dunst der Stadt verschwinden. Es ist mehr eine vage Ahnung, die wir so von der Metropole und ihren Ausmaßen bekommen: Was sich hinter dem kühlen Weiß abspielt, bleibt der eigenen Phantasie überlassen.

Es ist mein eigener Kopf – meine eigene Phantasie – die einen solchen Sog entwickelt. Das kleine Kino, dass bei jedem Betrachten die Vorhänge öffnet. Jedes Mal anders. Es gibt in diesen Bildern nichts, dass grob daherkommt und sagt: Sieh das! Das ist für mich etwa der Unterschied zur Fashionfotografie, die zwar ästhetisch aber meist plakativ ist.

Die Aussage des Künstlers findet ihren Weg auch so zu mir. Leise. Aber umso eindringlicher.

Weitere Bilder nach dem Klick. (weiterlesen…)

12. January 2010 | Ein Eintrag von Emu
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Danke Winter, es ist genug.


Es scheint, als entspannt die Hälfte meiner Freunde gerade an irgendwelchen Superstränden in superexotischen Superländern. Als ob das nicht schon unfair genug wäre, werde ich dank Daisy wohl die nächsten Tage eingeschlossen Zuhause verbringen. Um neben dem vielen Weiß vor dem Fenster wenigsten ein bisschen Farbe in mein Leben zu bringen, läuft nun seit einiger Zeit das Video zu Miami Horrors Song “Sometimes” auf Repeat. Der Tune ist dabei (obwohl ganz nice) eigentlich egal, geht es doch um dieses herrliche Urlaubsfeeling. Virtuelle Sonne sozusagen.

(Okay, das Ende ist echt dämlich… Naja, die Sonne zählt.)

9. January 2010 | Ein Eintrag von Emu
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