Es ist kaum eine Woche vergangen, als ich auf meinem kleinen Reiseblog folgendes vermerkte:
“Jedes Mal, wenn ich eine groessere Reise antrete, mache ich mir vorher einen Plan; suche nach spannenden Orten; nach Herausforderungen. Und einmal angekommen wird alles wieder ueber den Haufen geworfen. Immer.”
Der Grund war (und ist…) eine Reise, die ich nach Argentinien unternommen habe. Und wieder habe ich mich von Anregungen fremder Reisender, spontanen Einfaellen und vielfaelltigen Eindrucken treiben lassen: Von einem wunderbaren Erlebnis zum anderen.
Wie ueberrascht war ich, als ich heute in der zweitgroessten Argentinischen Stadt Cordoba, im “Museo Provincial de Bellas Artes Caraffa” auf einen Kuenstler gestossen bin, der sich genau dieses besondere “Treibenlassen” zum Thema gemacht hat.
Auf einer Reise nach Amsterdam, haelt Lucas di Pascuale die vielen kleinen Eindrueke und Geschehnisse – jene Erlebnisse also, die jede Reise wirklich “einmalig” machen – in rasch gezeichnten Skizzen unter dem Titel “Taurrtiissttaa” fest.
“I travelled all over the city as if I were lost. For instance I looked for al place that somebody recommended, but many times without reaching my initial goal. Unable to find a site, other places caught my attention on the way. (…) The trips tended to be the moments when I conceived my work, but this time they also became the way to carry it out. The excusions formed the framework in which the work evolved.”
Das Museum praesentierte dieses Erinnerungs- (oder vielleicht besser: Ereigniss-?) Potpourri ungeordnet an einer grossen Wand. Jede weitere Zeichnung; jedes neue Fragment, liessen die Erinnerungen des Kuenstler und damit das ganz persoenliche Bild einer Stadt, lebendig werden. Nicht durch ihre einzelne Qualitaet oder Originalitaet “funktionierten” die Bilder, sondern einzig in ihrem Zusammenspiel. Aber dafuer dann richtig.
Waere die Museumswaerterin nicht so aufdringlich gewesen – ich haette einige Zeit mehr vor den Bildern verbringen koennen.




