Laserdisaster.


shock, control, regression, adaption – assoziiert man nicht direkt mit LaserLichtStrahlen. Bis jetzt; bis raurouw.

Die vierköpfige Architekten-Kollaboration – allesamt Absolventen der Städelschule in Frankfurt Main und nun in Amsterdam bei UNStudio unterwegs – sind gerade dabei die Ausstellungsräume der Galerie PROGRAM in Berlin mit künstlichem Licht zu variieren und zu erweitern.

Von meinem Platz, im 50 qm-großen Hinterzimmer der Galerie, kann man zuweilen künstliche Nebelschwaden und scheinbar körperdurchschneidende Laserstrahlen sehen. Die Fenster der Galerie sind abgedunkelt und reinkommen wird man ab Samstag wohl nur durch den Hintereingang. Wer kommt, wird mit kleinen Forderflächenspiegeln  die vier verschiedenen Stadien des Trauerns – eben shock, control, regression, adaption – beeinflussen und verändern können.

Wieso ich das alles weiß? Die kommenden Wochen unterstütze ich die gemeinnützige Plattform “PROGRAM – initiative for art and architecture collaborations” in Berlin und begleite (mit Pressekontakten, Bier, aufräumen, reden und rauchen) unter anderem dieses Projekt. Es kommt noch mehr und irgendwann wieder weniger, dann sag ich bescheid.

Laserdisaster. Ich glaube es wird verrückt.

16. July 2010 | Ein Eintrag von Cay
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Zimoun.


Nachdem ich das Video “Sound Sculptures & Installations” des Schweizer Künstlers Zimoun für zwei Minuten gesehen hatte, schloss ich meine Augen. 50 kleine Motoren, akkurat aufgehängt an drei Wänden, erzeugten eine Klangkulisse, die so täuschend echt an prasselnden Regen heranreichte, dass sie mich kurz ins Träumen versetzte.

Doch in dem Moment, in dem ich mir über mein Wegtreten bewusst wurde, schrak ich auf: 50 ‘künstliche‘ Motoren simulieren ‘orgainsches‘ Regenwasser so perfekt, dass ich sogar zu Träumen anfange? Das fühlt sich noch immer ein wenig falsch an. Beinahe unheimlich. Als wären Technik und Natur eine unheilvolle Verbindung eingegangen.

Es ist dieses Spiel mit vertrauten – ja, fast liebgewonnenen – Geräuschen und dem Fakt, dass diese von sichtbar (!) künstlichen Apparaten erzeugt werden, der Zimouns Arbeit so überzeugend macht. Tagtäglich leben wir mit ‘unorganischen’ Geräuschen und Tönen, so dass wir aufgehört haben, deren Herkunft zu hinterfragen. Zimouns Werk ist keinesfalls wertend, doch seine verspielten Apparate machen den Eingriff der Technik in unsere persönliche Sinnesumwelt noch einmal ganz deutlich.

(Video via)

25. March 2010 | Ein Eintrag von Emu
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The Harmonic Center of the Universe.


“The Harmonic Center of the Universe” ist eine Klang- und Lichtskulptur, die der Medienkünstler Jesse Stiles 2009 geschaffen hat.

Ich weiß nicht, ob es an der sphärische Soundkulisse oder an dem meditativen ‘Tröpfeln’ und Pulsieren der kleinen LEDs liegt, aber es fällt mir gerade unglaublich schwer mich von dem Video loszureißen.

6. February 2010 | Ein Eintrag von Emu
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Robin Friend.


Als ich beim durchblättern der neusten Ausgabe der ‘Wallpaper‘ auf die Bilder von Robin Friend gestoßen bin, wusste ich, dass ich sie umgehend bloggen wollte. Doch noch während ich eine Mail an den Fotografen aufsetzte, wurde ich ein wenig stutzig. Ich war dabei, wunderschöne, ruhige und nebelige Landschaftsaufnahmen zu veröffentlichen. Wieder einmal.

Warum kehre ich immer wieder zu solchen Aufnahmen zurück? Ist es einfach – vielleicht auf unerklärliche Weise – “mein Ding”? Noch während ich dem Gedanken nachhing, ertönte das leise Pling meines Mailaccounts. Friend hatte geantwortet. “Yeah by all means – publish away”.

Ich weiß nicht, wie oft ich die Bilder noch beim Verfassen dieses Textes angesehen habe. Ein Hin und Her zwischen Preview, Schreiben, Löschen und wieder Preview. Und irgendwo dazwischen ein Funken von dem, was es ist, das mich so fesselt.

In dem Beitrag zu Ferit Kuyas Fotoprojekt “City of Ambition” schrieb ich damals:

Nur schemenhaft kann man von dort die im Nebel versinkende Hochhäuser erkennen. Immer wieder stolpert der Blick über riesige Brückenkonstruktionen, die allmählich im grauen Dunst der Stadt verschwinden. Es ist mehr eine vage Ahnung, die wir so von der Metropole und ihren Ausmaßen bekommen: Was sich hinter dem kühlen Weiß abspielt, bleibt der eigenen Phantasie überlassen.

Es ist mein eigener Kopf – meine eigene Phantasie – die einen solchen Sog entwickelt. Das kleine Kino, dass bei jedem Betrachten die Vorhänge öffnet. Jedes Mal anders. Es gibt in diesen Bildern nichts, dass grob daherkommt und sagt: Sieh das! Das ist für mich etwa der Unterschied zur Fashionfotografie, die zwar ästhetisch aber meist plakativ ist.

Die Aussage des Künstlers findet ihren Weg auch so zu mir. Leise. Aber umso eindringlicher.

Weitere Bilder nach dem Klick. (weiterlesen…)

12. January 2010 | Ein Eintrag von Emu
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