Im Tunnel.


6.

Ich fühle mich gerade ein wenig schlecht. Immerhin habe ich euch wegen der langen Pause auf FakeGuru gar nicht vorgewarnt. Das hier in letzter Zeit so wenig Posts erschienen sind (und das ich euch eine Fortsetzung zu diesem Eintrag noch schuldig bin), liegt vor allem an meiner Bachelorarbeit – und daran, dass ich wegen dieser Arbeit seit über einem Monat im Tunnel lebe.

Als kleine Entschädigung für die Stille hier, möchte ich euch aber ein wenig von diesem Tunnel erzählen, in dem nicht nur ich, sondern auch SimonMark und viele Mitbachelor seit einiger Zeit anzutreffen sind. (weiterlesen…)

1. December 2010 | Ein Eintrag von Emu
Mehr von Emu findest du auf Twitter
6 Comments | Leser, die das ♥: 6 (Ich auch!)

Hightech verpflichtet.


Könnte mein Computer genervt gucken, er würde es vermutlich tun. Ständig dazu gezwungen zu sein, eine einzige Platte rauf und runter zu spielen ist ja auch kein Spaß für eine Maschine, die für ganz andere – wichtigere – Projekte geboren wurde. Molekularastrophysik zum Beispiel.

Nun hat mein Computer aber leider mich als Besitzer erwischt – und damit auch meine Faszination für MIT und ihr jüngst erschienenes Album “Nanonotes”. Die Meinungen zu dem zweiten Album der Kölner (und mittlerweile auch Wahlberliner) Band rund um Sänger Edi Winarni gehen weit auseinander. Kein Wunder, hat sich die Gruppe auch radikal verändert. Ich habe mich fast ein wenig erschrocken, als ich mir im Zuge meiner Begeisterung für Nanonotes ihr Erstlingswerk “Deine Eltern” (2006, EP) und das darauf folgende Album “Coda” (2008) angehört habe. Überwiegten damals noch harte Gitarrenriffs, schnell pulsierende Synthieklänge und ein völlig hysterischer Gesang, so sind auf Nanonotes davon nur noch vereinzelte Zitate zu finden. Reduziert – ja, fast minimalistisch – kommt das neue Album daher. Doch bei aller gewonnenen Zurückhaltung büßen die Texte und Melodien der Band nichts von ihrer Schlagkraft ein. Selten habe ich eine so gekonnte Verarbeitung moderner Kultur gehört.

In einem wunderbaren Review schreibt Malte Müller dazu:

Nannotes ist ein Album über Technik, das verwundert nicht. Bereits die Texte des Vorgängeralbums behandelten die Artefakte moderner Kultur, urbane Räume und das Gefühl, jederzeit Teil dieser Dinge zu sein. Diese Platte verwebt das Leben in den Städten, die ständige Bewegung durch sie hindurch vollends mit der Wärme des Bordsteins, dem Sonnenaufgang an der Oberbaumbrücke und, ja unbedingt, der Natur. Um sie dann wieder mit den Vokabeln der Medien und der Gegenwart zu kontrastieren — blaue nacht und alt global, das gehört zusammen.

Ein Album über Technik in dem Post-Punk auf Pop und Elektro trifft und in dem diese Kombination zum ersten Mal Sinn macht. Vielleicht freundet sich mein Computer doch noch damit an. Ich bin auf jeden Fall durch und durch entzückt.

Und weil es so schön ist, gibt es auch noch einen kleinen Bonustrack:

22. September 2010 | Ein Eintrag von Emu
Mehr von Emu findest du auf Twitter
2 Comments | Leser, die das ♥: 1 (Ich auch!)

‘Sleep Party People’ – Schlafende Hasen.


Es fällt nicht leicht jene Musik zu beschreiben, welche die dänische Band ‘Sleep Party People‘ so produziert. Ist es Dream-Pop? Oder Spheric-Electro-Pop? Slow-Core? Angesichts des Klangspektakels macht es allerdings auch kaum Sinn, sich mit ausgedachten Genrebezeichnungen aufzuhalten (Überhaupt: Als hätten die schon jemals jemanden geholfen). Nur das ‘Sleep’ im Bandnamen muss man ernst nehmen: Die verfremdete Stimme des Bandgründers (und der ehemaligen Einmann-Sleep-Party-Kapelle) Brian Batz klingt bisweilen so als würde er Wiegenlieder singen und auch die verträumten Soundtexturen tragen ihr Übriges zu diesem Eindruck bei.

Schlafmusik also?

Der Sound, den Brian Batz hier kreiert, ist gänzlich synthetisch. Bei jedem Lied ist man aufs neue überrascht, wie schwer der Frontman zu verstehen ist: Zu stark ist die Stimme hochgepitcht, in die Länge gezogen oder durch den Echowolf gedreht. Und jedes Mal wenn Gitarren- oder Pianoklänge hinter dem Klangteppich hindurchschimmern, wird man dank etlicher Verzerrungen und anderer Effekte schnell wieder daran erinnert, dass Sleep Party People zwar verträumte Musik machen, aber auf jeden Fall keine klassischen Lullabys. Gut so, denn es ist so viel schöner, sich in den Klangwelten der Band zu verlieren als schnell in den Schlaf gedudelt zu werden.

I’m Not Human At All – Sleep Party People.

Man kann allerdings sagen, was man will: Ein wenig entrückt wirken sie all den guten Worten zum Trotz – nicht zuletzt dank ihrer Bühnenpräsentation in Hasenmasken. Ein Signature übrigens, dass auch beim Publikum Anklang findet.

Ein paar weitere Ausschnitte aus dem Debut-Album gibt es nach dem Klick. (weiterlesen…)

11. August 2010 | Ein Eintrag von Emu
Mehr von Emu findest du auf Twitter
0 Comments | Leser, die das ♥: 2 (Ich auch!)

Glitzerfunkel Sommertrash.


Okee, es hilft nichts; wir müssen jetzt alle da durch: Uns bleibt noch ein Monat – wenn wir Glück haben vielleicht ein paar Wochen mehr – bis der Sommer zu Ende geht. Höchste Zeit also, noch einmal fleißig die Nächte unter freiem Himmel durchzutanzen! Und nichts eignet sich besser dafür, als das gnadenlose Remix-Feuerwerk, welches die beiden großen Trash-Sommeracts des letzten Jahres Major Lazer und La Roux gerade abbrennen. Laserawesomeness mischt sich mit Eightiestrashfunkelwesomeness und einer gehörigen Portion Retrocharme (“damals, Sommer 2009…“).

Wie gesagt: Es hilft nichts. Play klicken und dancen. Jetzt.

// In 4 the Kill Pon de Skream

// Quicksand (Mad Decent 2010 Rerub)

Das ganze Album gibt es nach dem Klick im Stream und als kostenlosen Download bei Mad Decent. (weiterlesen…)

1. August 2010 | Ein Eintrag von Emu
Mehr von Emu findest du auf Twitter
0 Comments | Leser, die das ♥: 2 (Ich auch!)

Mehr Einträge auf der nächsten Seite »