‘El Baile Aleman’ von Coyu & Edu Imbernon wummert aus den Boxen, während ich Textbaustein-Tetris spiele. Viele können mit Musik im Hintergrund nicht arbeiten, geschweige denn denken. Ich kann es. Beim Tippen fühlt es sich an, als würden meine Finger im Gleichklang des Taktes auf der Tastatur tanzen. Aber das kann auch einfach an meinem kaum vorhandenen Rhythmusgefühl liegen. Egal.
Ich schreibe Bewerbungen für ein Praktikum im Sommer und da kann Musik die ein wenig pusht nicht schaden. Denn der Prozess des Bewerbungsschreibens hat etwas gänzlich unbefriedigendes an sich: Es ist ein Spiel mit Floskeln, die alle mehr oder weniger dubiosen Standards (“Your ultimate guide on how to write the perfect cover letter“) entsprechen und die so oder so ähnlich von der Gegenseite auch vielfach vorausgesetzt werden. Kreativitätstot auf Raten – Satz für Satz.
Wir spielen dieses Spiel vor allem dann mit, wenn es um Bewerbungen für Unternehmen, Projekte oder ähnliches geht, die uns nicht wirklich interessieren. Bei denen wir uns bewerben, weil wir bestimmten Zwängen (Pflichtpraktika, anyone?) unterliegen – und sei es nur aus Angst, den vermeintlichen Anforderungen an den eigenen Lebenslauf nicht gerecht werden zu können.
Doch was, wenn man wirklich für eine Praktikumsstelle brennt? (weiterlesen…)

