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	<title>FakeGuru &#187; Praktikum</title>
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	<description>FakeGuru. Dein Blog für Kultur, Kunst, Unileben, Techzeugs, Film, Fotografie und Lifestyle - Ein Projekt von Emanuel Schwarz.</description>
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		<title>Bewerbungskunst.</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Mar 2010 17:52:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Emu</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Praktikum]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8216;El Baile Aleman&#8217; von Coyu &#038; Edu Imbernon wummert aus den Boxen, während ich Textbaustein-Tetris spiele. Viele können mit Musik im Hintergrund nicht arbeiten, geschweige denn denken. Ich kann es. Beim Tippen fühlt es sich an, als würden meine Finger im Gleichklang des Taktes auf der Tastatur tanzen. Aber das kann auch einfach an meinem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://soundcloud.com/coyu/liebe-detail-027-coyu-edu-imbernon-el-baile-aleman-liebe027">&#8216;El Baile Aleman&#8217; von Coyu &#038; Edu Imbernon</a> wummert aus den Boxen, während ich Textbaustein-Tetris spiele. Viele können mit Musik im Hintergrund nicht arbeiten, geschweige denn denken. Ich kann es. Beim Tippen fühlt es sich an, als würden meine Finger im Gleichklang des Taktes auf der Tastatur tanzen. Aber das kann auch einfach an meinem kaum vorhandenen Rhythmusgefühl liegen. Egal.</p>
<p>Ich schreibe Bewerbungen für ein Praktikum im Sommer und da kann Musik die ein wenig pusht nicht schaden. Denn der Prozess des Bewerbungsschreibens hat etwas gänzlich unbefriedigendes an sich: Es ist ein Spiel mit Floskeln, die alle mehr oder weniger dubiosen Standards (&#8220;<em>Your ultimate guide on how to write the perfect cover letter</em>&#8220;) entsprechen und die so oder so ähnlich von der Gegenseite auch vielfach vorausgesetzt werden. Kreativitätstot auf Raten &#8211; Satz für Satz. </p>
<p>Wir spielen dieses Spiel vor allem dann mit, wenn es um Bewerbungen für Unternehmen, Projekte oder ähnliches geht, die uns nicht wirklich interessieren. Bei denen wir uns bewerben, weil wir bestimmten Zwängen (Pflichtpraktika, anyone?) unterliegen &#8211; und sei es nur aus Angst, den vermeintlichen Anforderungen an den eigenen Lebenslauf nicht gerecht werden zu können. </p>
<p>Doch was, wenn man wirklich für eine Praktikumsstelle brennt? <span id="more-1651"></span></p>
<p>Wer mich ein wenig näher kennt, der weiß vermutlich, dass ich gerade von zwei Firmen völlig überzeugt bin: Spotify und <a href="http://soundcloud.com/">SoundCloud</a>. Bei letzterer habe ich mich vor wenigen Tagen auf ein ausgeschriebenes Praktikum als Community Manager beworben &#8211; eine Position, die so ziemlich alles vereint, was ich kann und liebe: Musik, ein wirklich (!) innovatives Produkt, intensiver Kontakt mit vielen interessanten Menschen, ein wahrlich unternehmerischer Geist&#8230; Die Liste könnte ich beliebig fortsetzten.</p>
<p>Und doch: Wie schreibt man so eine Bewerbung? Eine Bewerbung, bei dem einem ein zweiseitiger Lebenslauf plötzlich viel zu verkürzt vorkommt? Bei der ein einseitiger Coverletter fürchterlich unauthentisch wirkt, weil er nur bruchstückhaft darstellen kann, wer man wirklich ist und was man wirklich kann. Und was, wenn man dann noch ließt, <a href="http://david-noel.com/post/441261504/evangelism">dass man sich auf so eine Stelle eigentlich gar nicht bewerben könne</a>, sondern dass das Unternehmen auf Grund meiner außerordentlichen Qualifikation bereits von selbst auf mich hätte aufmerksam werden müssen?</p>
<p>Am liebsten hätte ich meine Sachen gepackt und wäre sofort nach Berlin gedüst um das Büro zu stürmen und zu schreien: &#8220;Hier bin ich!&#8221; Albern &#8211; natürlich. Doch mit diesem Gedanken im Hinterkopf viel das Schreiben der Bewerbung nicht gerade leichter. </p>
<p>Am schlimmsten ist es, einfach abzuwarten. Zu hoffen, dass die ein oder andere Stelle der Auswahlperson doch gefällt. Das ein wenig von dem &#8216;ich&#8217; durchscheint. </p>
<p>Seit der Bestätigungsmail, dass meine Bewerbung eingegangen ist, sind es nicht mehr nur Coyus Rhythmen, die mich nervös mit dem Fuß zucken lassen.</p>
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		<title>En medio de Tortillas y Revolucionarios</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Oct 2009 11:07:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Emu</dc:creator>
				<category><![CDATA[Praktikum]]></category>

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		<description><![CDATA[Eva Bolza-Schünemann studiert an der Jacobs University in Bremen. Diesen Sommer verbrachte sie im zentralamerikanischen Honduras und arbeitete für UNICEF. Eigentlich. Denn dann kam der Militärputsch dazwischen. Als ich Mitte Juni nach Tegucigalpa in Honduras aufbrach, um ein Praktikum bei UNICEF zu machen, wagte ich nicht zu träumen, dass ich in eine politischen Krise geraten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eva Bolza-Schünemann studiert an der Jacobs University in Bremen. Diesen Sommer verbrachte sie im zentralamerikanischen Honduras und arbeitete für UNICEF. Eigentlich. Denn dann kam der Militärputsch dazwischen.</strong></p>
<p><img src="http://farm4.static.flickr.com/3322/3667549355_5e29cc805a.jpg" alt="Honduras" /></p>
<p>Als ich Mitte Juni nach Tegucigalpa in Honduras aufbrach, um ein Praktikum bei UNICEF zu machen, wagte ich nicht zu träumen, dass ich in eine politischen Krise geraten würde. Fünf Tage nach meiner Ankunft wurde der Präsident gestürzt und ich verbrachte zwei Monate inmitten einer Revolution. Die Vorstellung ein Praktikum bei UNICEF in Honduras zu machen fand ich eigentlich aufregend genug, aber die politische Krise ließ die Zeit noch spannender werden!<br />
Da ich vor drei Jahren bereits als Volontärin für ein Jahr in Tegucigalpa lebte, wünschte ich mir schon lange, dorthin zurückzukehren und die lieb gewonnenen Freunde wiederzusehen. <span id="more-630"></span></p>
<p>Das Büro von UNICEF Honduras, in dem etwas mehr als 40 Angestellte arbeiten, ist im Casa de las Naciones Unidas (Haus der Vereinten Nationen) untergebracht. Dort gibt es unter anderem Abteilungen für Bildung, Gesundheit und Katastropheneinsätze. Ich arbeitete in der Abteilung für Comunicaciones (Kommunikation). Eines der größten Projekte sind die „Comunicadores Infantiles“ (Kinderkorrespondenten) – eine Gruppe von etwas 70 Kindern, die abwechselnd wöchentlich ein Fernsehprogramm aufnehmen. „TVC Infantil“ informiert über aktuelle Probleme, Projekte von UNICEF oder die Rechte der Kinder (<a href="http://www.youtube.com/watch?v=kuLCwcUtFjE">Ausschnitte davon gibt es auch auf YouTube zu sehen</a>). Ich durfte die Kindergruppe begleiten, was viel Spaß gemacht hat – auch wenn wir manchmal Stunden damit verbracht haben, um eine Sequenz von ein paar Minuten aufzunehmen. </p>
<p>Mein eigentliches Projekt jedoch war das Programa Municipales de Infancia, Adolescencia y Juventud/ COMVIDA (Comunicación y Vida). Die Aufgaben von COMVIDA bestehen darin, Kinder über HIV/AIDS und andere Gesundheitsrisiken aufzuklären und dazu Aktionstage in Schulen zu veranstalten. Das Büro von COMVIDA ist im Gebäude der Stadtverwaltung untergebracht. Denn obwohl die Projekte von UNICEF finanziert werden, kümmert sich die Stadt um die Bezahlung der Angestellten. Wir waren normalerweise zu viert und ich würde behaupten, dass wir vier noch am effizientesten von allen in der Stadtverwaltung gearbeitet haben. Auch wenn Beamte der Stadtverwaltung selbst in Deutschland keinen so guten Ruf genießen – in Honduras läuft alles noch zehnmal langsamer ab. Wegen der politischen Instabilität im Land wurden jedoch alle staatlichen Schulen für mindestens vier Wochen geschlossen und die Schulkampangen konnten somit nicht stattfinden. </p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/droppel/4019799266/" title="Eva von Emanuel. bei Flickr"><img src="http://farm3.static.flickr.com/2471/4019799266_c9c65ff209.jpg" width="500" height="375" alt="Eva" /></a></p>
<p>Am Morgen des 28. Juni besetzte das Militär die Residenz des Präsidenten Zelaya und deportierte ihn nach Costa Rica. Keinen Tag später wurde das Land von einem selbst ernannten und international nicht anerkannten De-facto-Regime beherrscht, finanziert durch die Oberschicht und gestützt durch das Militär. Fast jeden Tag gab es Demonstrationen für oder gegen die neue “Interim-Regierung“, gegen die das Militär und die Polizei mit Repression und Einschüchterung vorging. Die Verteidiger der Demokratie hatten sich inzwischen zu einem breiten Bündnis zusammengeschlossen, der „Frente Nacional contra el Golpe de Estado“. Ich durfte mich dort nicht blicken lassen; nicht weil ich Ausländerin war, sondern weil ich mich als Praktikantin einer internationalen Organisation keiner Seite anschließen durfte.<br />
Die Angestellten des Bürgermeisteramtes wurden jedoch sogar dazu gezwungen, die neue Regierung zu unterstützten, damit der Rest der Welt glaubt, die Regierung sei legitimiert. Die Märsche führten zu einem noch größeren Verkehrschaos als üblich, die meisten staatlichen Firmen und Regierungsgebäude wurden von Militär bewacht, die Straßen, Mauern und Gebäude waren voll von Sprüchen und Graffiti-Karikaturen und abends wurde eine Ausgangsperre verhängt. Jeder der sich nach dem sogenannten “toque de queda” auf die Straße begab wurde ohne Verhandlung von der Polizei ins Gefängnis gebracht – unter diesem Vorwand ließen sich natürlich auch wunderbar politische Gegner verhaften. CNN oder internationale Nachrichten wurden zensiert, die Zeitungen berichteten recht lückenhaft und die Menschen waren verständlicherweise nervös und unsicher. Zweimal versuchte der (Ex-)Präsident vergeblich nach Honduras einzureisen – wir sahen ihn in einem venezolanischen Flugzeug über der Stadt kreisen. Allerdings wurde der Flughafen vom Militär gesperrt. </p>
<p>Ich schweife nur zu gern von meinem eigentlichen Praktikum zu der politischen Krise ab &#8211; aber genau diese hat meinen Aufenthalt dort so aufregend gemacht. Es war einfach faszinierend mitzuerleben, wie ein sonst etwas verschlafenes Völkchen plötzlich wachgerüttelt wird und auf die Straßen geht; wie ein Präsident eine Nation spalten kann; wie viel Macht er hat und wie leicht er den Zugang zu Fetznetztelefon, Fernsehen, Internet und Radio sperren lassen kann; und wie schwierig die Vermittlung zwischen den beiden honduranischen Präsidenten ist (immerhin versuchte der Costaricanische Präsident und Friedens-Nobelpreisträger verzweifelt zu vermitteln, scheiterte jedoch und erkrankte  auch noch an der Schweinegrippe). </p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/droppel/4019804936/" title="Eva 2 von Emanuel. bei Flickr"><img src="http://farm3.static.flickr.com/2669/4019804936_9710ec344d.jpg" width="500" height="375" alt="Eva 2" /></a></p>
<p>Jedoch zurück zu meiner eigentlichen Arbeit. Dadurch, dass die Schulen geschlossen waren, beschäftigte ich mich mit vielen anderen Dingen. Ich las Kindern in einem Kindergarten Bücher vor und half beim Sortieren von über 700 Kisten Kleiderspenden aus Taiwan und China. Zusammen mit Straftätern, die ihre “Sozialstunden” abarbeiten mussten, bastelte ich jede Menge Piñatas für den Día del Niño (Kindertag) im September. Außerdem wirkte ich bei einem Seminar zur “Katastrophenhilfe und der Verwaltung von Flüchtlingshäusern” mit, geleitet von der IOM – der &#8220;International Organization of Migration&#8221;.<br />
Da mein Chef eigentlich Zahnarzt ist, nahm er mich einen Sonntag mit seiner “Brigada de medicos” mit. Wir fuhren in ein wirklich armes kleines Dorf ohne Wasser- und Stromanschluss, Arbeitsmöglichkeiten, ohne Tante-Emma Laden, Telefonsignal geschweige denn einem Arzt. Ich notierte die Namen der Patienten, während mein Chef über 30 Weißheitszähne auf kleinen Schulbänken zogen. </p>
<p>Die Fragen zu meinen Aufgaben beim Praktikum und meine eindringlichsten Erfahrungen habe ich hiermit hoffentlich ausreichend beantwortet &#8211; nun fehlen nur noch meine Tipps für Euch! Vermeiden sollte man auf jeden Fall, zu oft von der Polizei angehalten zu werden. Außerdem sollte man Straßenkindern kein Geld geben, sondern ihnen lieber etwas zu Essen kaufen. Und natürlich ist deutsche Schokolade bei Freunden und Gastgeschwistern immer gerne gesehen!<br />
Was ich allerdings wärmstens empfehlen kann, ist Reisen! Wegen der vielen Militärkontrollen und Ausgangssperren konnte ich leider nicht so oft reisen wie geplant. Meine wenigen Ausflüge verbrachte ich allerdings am liebsten mit einheimischen Freunden. Sie haben überall Bekannte oder Familien bei denen wir übernachten konnten. Eine gute Möglichkeit, mehr über Land und Leute zu erfahren (mehr als es in einem Hostel nur unter Europäern möglich ist). Weiterhin kann ich empfehlen, alles auf den Märkten zu probieren – die frischen Papayas, Mangos, Ananas. Redet unbedingt auch mit mit den Menschen. Sie freuen sich meist unglaublich.<br />
Probiert den Flor de Caña (Rum) und den Tequila, geht mit Freunden weg und tanzt in lateinamerikanische Nächte! Erkundet die Welt und genießt das Chaos! </p>
<p><em>Ein Beitrag von Eva Bolza-Schünemann.</p>
<p>Dieser Bericht ist Teil einer Serie auf FakeGuru, die spannende Praktika vorstellt. Zuvor berichtete <a href="http://fakeguru.de/2009/08/das-praktikum-meines-lebens/">Lukas über sein Praktikum in Südafrika</a>. Alle Berichte sind auch in der rechten Spalte unter dem Thema &#8220;Praktikum&#8221; zu finden.</p>
<p>Das oben verwendete Foto stammt vom Flickr-User <a href="http://www.flickr.com/photos/breve/3667549355/in/pool-1112257@N25">rbreve</a>. Auch der Boston Globe hat <a href="http://www.boston.com/bigpicture/2009/07/the_honduran_coup_detat.html">sehr beeindruckende Bilder des Staatsstreiches</a> gesammelt.</em></p>
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		<title>&#8220;Das Praktikum meines Lebens&#8221;</title>
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		<pubDate>Sun, 23 Aug 2009 15:18:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Emu</dc:creator>
				<category><![CDATA[Praktikum]]></category>

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		<description><![CDATA[In einer neuen Miniserie (zu Finden unter dem Tag &#8220;Praktikum&#8221;) stellt FakeGuru spannende und herausfordernde Praktikumsplätze und deren Praktikanten vor. Den Anfang macht Lukas Onken, Student an der Zeppelin University in Friedrichshafen, der den Sommer über eine Konzertreise für das südafrikanische Jugendorchester &#8216;MIAGI&#8217; geplant und gemanagt hat. Das Interview findet ihr nach dem Klick. Wo [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/droppel/3848095263/" title="MIAGI. von Emanuel. bei Flickr"><img src="http://farm3.static.flickr.com/2468/3848095263_80618ccd76.jpg" width="500" height="410" alt="MIAGI." /></a></p>
<p>In einer neuen Miniserie (zu Finden unter dem Tag &#8220;Praktikum&#8221;) stellt FakeGuru spannende und herausfordernde Praktikumsplätze und deren Praktikanten vor. Den Anfang macht Lukas Onken, Student an der Zeppelin University in Friedrichshafen, der den Sommer über eine Konzertreise für das südafrikanische Jugendorchester &#8216;MIAGI&#8217; geplant und gemanagt hat. Das Interview findet ihr nach dem Klick.<br />
<span id="more-469"></span><br />
<strong>Wo hast du dein Praktikum gemacht und was waren deine Aufgaben?</strong></p>
<p>Ich arbeite seit knapp drei Monaten bei der Non Profit Organisation <a href="http://www.miagi.co.za/">MIAGI</a> in Südafrika. MIAGI steht schlicht für &#8220;Music Is A Great Investment&#8221; und nimmt diesen Slogan sehr ernst. Investiert wird in erster Linie in Kinder und Jugendliche aus Südafrika, die sich der klassischen Musik, dem Jazz aber auch der einheimischen Musik widmen. Dahinter steht der Gedanke durch die Kraft der Musik die soziale Entwicklung jedes Einzelnen, den Zusammenhalt in der Gemeinschaft, aber auch die (musikalischen) Karrierechancen zu fördern. Konkret lassen sich diese langfristigen Ziele z.B. in der Orchesterarbeit wiederfinden. Es gibt ein eigenes MIAGI Jugendorchester, sowei eine MIAGI BigBand. Junge Musiker aus dem ganzen Land, bunt gemischt, kommen mehrmals im Jahr für einige Wochen zusammen, um gemeinsam zu Proben und einige Konzerte zu geben. Diesen Sommer (bzw. Winter in Südafrika) stand die erste große Auslandstournee an. Ziel der Reise: Deutschland.</p>
<p>Meine Aufgabe bestand darin, als Projektkoordinator diese Konzertreise vorzubereiten und durchzuführen. Sechs Wochen Vorbereitungsarbeit im Büro für zehn Tage Deutschland, mit 103 jungen Musikern, zwei Konzerten und einem Dirigenten. Konkret hiess das: Wenig Schlaf, nie müde werdende Musiker, ein ewig ratternder Kopf und eine bodenlose Handyrechnung.</p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/droppel/3805475494/" title="MIAGI Youth Orchestra. von Emanuel. bei Flickr"><img src="http://farm3.static.flickr.com/2503/3805475494_fb4b478812.jpg" width="500" height="333" alt="MIAGI Youth Orchestra." /></a> </p>
<p>Nun, zurück in Südfrika, kommt in einer Woche das deutsche <a href="http://bjo-blog.tumblr.com/">Bundesjugendorchester</a> sowie das Bundesjazzorchester für fünf Konzerte auf den Kontinent. MIAGI fungiert als Partner und ist verantwortlich für die Planung vor Ort. Dies bedeutet für mich wieder ähnliche Vorbereitungsarbeit. Die Aufregung und auch der Druck steigt. In eine knappen Woche landet der Flieger mit 125 Leuten, sowie grossem Container mit Instrumenten im Gepäck. Und dann geht es auf Tour: Fünf Konzerte in zwölf Tagen. Drei Busse, ein Truck, zwei Vitos und ein Sprinter. 2000 km: Start in Pretoria, Ende in Kapstadt. Ich werde dann gemeinsam mit dem Orchester zurück nach Deutschland fliegen, um mich dann an der Uni vom Praktikum meines Lebens zu erholen.</p>
<p><strong>Was waren deine eindringlichsten Erfahrungen?</strong></p>
<p>Ich nehme unendlich viele Eindrücke aus meiner Arbeit bei MIAGI mit.<br />
Unvergesslich waren für mich die beiden Konzerte in Deutschland. Nach Standing Ovations und dem Ungarischen Tanz Nr. 5 als Zugabe sprangen die Musiker auf, um mit ihrer einheimischen Kwela-Musik Party zu machen. Das gesamte Orchester tanzend auf der Bühne, kurz danach tanzend im Zuschauersaal. Omis wurden auf das Podest geholt um mitzufeiern. Irgendwann fanden sich alle Musiker wieder auf der Bühne zusammen und sangen gemeinsam aus vollster Kehle die südafrikanische Hymne. Mehrsprachig. Mehrfarbig. Arm in Arm. Und das nach 15 Jahren Ende der Apartheid. Das hat mich wahrlich tief bewegt.</p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/droppel/3848881160/" title="MIAGI. von Emanuel. bei Flickr"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3425/3848881160_e34bc80bfd.jpg" width="500" height="338" alt="MIAGI." /></a></p>
<p>Und daran knüpft die Erfahrung an, dass Musik tatsächlich eine enorme Kraft hat. Eine Kraft, die politisch werden kann, ohne in erster Linie politisch sein zu wollen. Dies macht die Arbeit auch für mich persönlich so bereichernd, sinnvoll und gut. Es ist kein Eventmanagement, an dessen Ende eine grosse Show steht, um Leute zu beeindrucken und applaudieren zu lassen. Was letztendlich während solch eines Konzertes passiert, ist viel mehr. Dieses gemeinsame Musizieren und die Konzerte in Deutschland werden die Kids ihr Leben nicht vergessen. Sie werden auch nicht vergessen, wie man ein deutsches Publikum mit offen gezeigter Lebensfreude völlig verblüffen und vor allem anstecken kann. Und dieses deutsche, gesättigte Konzerthauspublikum wird dieses Jugendorchester aus Afrika mit seiner fast schon unverschämt ehrlichen Freude auch nicht so schnell vergessen. Und ich werde nicht vergessen, dass es sich wunderbar gut anfühlt, für die richtige Sache zu arbeiten.</p>
<p><strong>Verrate uns doch deine drei Tipps, was man neben dem Praktikum unbedingt auch noch machen sollte.</strong></p>
<p>Auf jeden Fall reisen! So viel wie möglich. Man ist ja nicht nur zum Arbeiten im Ausland, sondern auch zum Land und Leute kennenlernen.<br />
Dann sollte man einmal in einer ehrlichen einheimische Vorortdisko abgestürzt sein und sich, Tipp Nr. 3, einmal frisch verlieben.</p>
<p><strong>Verrate uns doch deine drei Tipps, was man neben dem Praktikum auf gar keinen Fall noch machen sollte.</strong></p>
<p>Punkt 1: Krank werden. Wirklich unnötig! NICHT machen!</p>
<p>Punkt 2: Auf jeden Fall sämtliche Hausarbeiten, die man glaubt während des Praktikums schreiben zu können, schon vor Abreise abmelden und absagen. Es hat eh absolut keinen Sinn, auch nur daran zu glauben, dass man dafür einen Kopf haben könnte.</p>
<p>Punkt 3: Bücher für geplante HAs auch gleich zu Hause lassen. Sie erschweren das Gepäck und verursachen horendes Porto, falls irgend ein Fleissiger zu Hause die Dinger vorgemerkt hat.</p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/droppel/3848891816/" title="MIAGI. von Emanuel. bei Flickr"><img src="http://farm3.static.flickr.com/2609/3848891816_d1c8fbdb0e.jpg" width="500" height="334" alt="MIAGI." /></a></p>
<p><em>Mehr über MIAGI und das Leben in Afrika erfahrt ihr auch auf <a href="http://meinafrika.tumblr.com/">Lukas Blog</a> oder auf <a href="http://twitter.com/lukibello">Twitter</a>.</em></p>
<p><em>Wenn ihr jemanden kennen, der ebenfalls ein spannendes Praktikum gemacht hat und in diese Serie hier bei FakeGuru gut hineinpassen würde, dann <a href="http://fakeguru.de/kontakt/">schreibt uns doch einfach</a>.</em></p>
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