Das Video hört auch einfach schon mit einem Gänsehautfeeling auf: “Trillion Computers are possible” – Willkommen in der übervernetzten Welt von Morgen.
Ab und an vergesse ich, dass bald ja alles mit allem verbunden ist. Meine Kühlschrank mit dem Supermarkt, mein Auto mit der Versicherungszentrale und meine Kaffeemaschine mit meinem Hausarzt. Ein Zustand, der eben u.a. von dem Research Lab “Maya Design” mit dem Schlagwort “Computing as an Ecology” versehen wird. Allgegenwärtige Computer, die jeden Lebensbereich durchdringen – also “natürliche Umwelt” werden (ein Zustand, bei dem ich noch nicht genau weiß, ob ich mich gruseln oder vor freudiger Erwartung in die Luft springen soll).
Beim Fortschreiten dieser Entwicklung sollten wir die Kernaussage des Videos sehr ernst nehmen: Wir brauchen dringend ein Umdenken im Bezug auf das Internet und die angeschlossenen Geräte (ich sage extra nicht “Computer”) – aber vor allem im Bezug auf generierte und gesammelte Information und deren Verwaltung. (weiterlesen…)
I guess my idea of the world is slightly skewed because I’m surrounded by people with MacBooks and iPods. In reality (look out the window: that is reality out there) 64% of music sales is still “physical”.
Bekanntlich fällt es sehr schwer, einem Nicht-Twitterer zu erklären, worin nun der Sinn oder Nutzen dieses neuen Kommunikationsmediums liegt. Wie oft habe ich schon gehört, dass doch hauptsächlich Belangloses gezwitschert werde. Oder Zusammenhangsloses. Nichtssagendes.
Liebe Kritiker: Ihr habt recht! Aber es sind so oft so schöne und so schön absurde Belanglosigkeiten.
Wer seine überseriöse Twittertimeline mit solchen oder ähnlichen Tweets ein wenig aufpeppen will, der findet bei Peter Breuer eine wunderbare Liste voller Wortakrobaten und kleinen Poeten, denen man unbedingt folgen sollte. Und Peter Breuer himself natürlich auch – als Einstiegsdroge, sozusagen.
Bisher hat mich nur wenig aus dem Bereich “Internetkunst” (“digitale Kunst”) wirklich begeistern können. Doch heute bin ich auf eine tolle Seite gestoßen: colorflip.com.
Das Prinzip ist reichlich simpel. Mit der Maus wird eine Farbfläche nach der anderen “abgezogen”. Ganz so wie bei Post-Its. Nur eben virtuell.
Während ich also die Farbflächen im digitalen Nichts verschwinden lasse, fühle ich mich zutiefst an mein eigenes Verhalten im ‘normalen’ Internet erinnert. Auch hier reise ich von einer ‘bunten’ Seite zur anderen, nur um die vorhergehende schon beim Verlassen vergessen zu haben. Zu Beginn noch getrieben von der Neugierde, erfahren zu wollen, welche bunte Farbfläche (oder welche bunte Webseite) als nächstes auftaucht und welche Eindrücke sie mit sich bringt, weicht das Ganze schnell der Erkenntnis, dass sich vieles einfach wiederholt. Gerade bei Seiten wie FFFFound oder dropular denke ich das oft: Die Bilderflut macht vieles auch einfach beliebig; nur weniges schafft es noch wirklich hervorzustechen (Aber das ist vielleicht schon ein anderes Thema).
Auf jeden Fall bin ich froh, dass mir Rafaël Rozendaal mit seiner Seite die Möglichkeit gegeben hat, kurz innezuhalten und mein Verhalten ein wenig zu reflektieren. Bis morgen dann, wenn der RSS-Reader wieder strapaziert wird. Denn vielleicht taucht ja doch irgendwann eine noch nicht gesehene Farbe auf.