Kostengünstig, flexibel und immer einsatzbereit – was wäre ein Student ohne sein Fahrrad? Nur leider ist der Drahtesel nicht immer das schnellste und schon gar nicht das coolste Fortbewegungsmittel. Wer aber auf Geschwindigkeit und Freshness aus ist, muss jetzt dank Shukuno Rintendo Bicycles nicht mehr auf das Bike verzichten. Die findigen Japaner machen nämlich welche mit Düsenantrieb. Und crazy Lichtern Wasserflaschenantriebsdingern.


(via today and tomorrow)

Paarungswillige Jugendliche in Boxautos, Männlichkeitsrituale am Schießstand und der Geruch von drei Tage altem Fett – das alles gehört zu einem Volksfest einfach dazu und darf so auch nicht auf dem Seehasenfest in Friedrichshafen fehlen.
Doch was diesen Rummel zu etwas ganz Besonderem macht, sind die eigenen Erwartungen. Semester um Semester hört man von diesem legendären Fest, bei dem alle Spießigkeit fallengelassen wird, bei der so manche Ordnungswidrigkeit entgegen aller oberschwäbsicher Vernunft toleriert wird und bei dem sich die Stadt – ja die ganze Region – in kollektivem Freudentaumel befinden soll. Vier Tage ist Friedrichshafen mehr als Friedrichshafen.

Nun hat man als Student der hiesigen Universität leider kaum die Chance diesem Spektakel beizuwohnen. Vorlesungsfreie Zeit und Praktika wissen eine Teilnahme im Regelfall gut zu verhindern. Glücklich also derjenige, der seine Zeit projektgebunden in Friedrichshafen verbringen darf.
Aber es ist wie so oft: Je höher die Erwartung, desto größer die Enttäuschung. Auch wenn ich einen schönen Abend auf dem Fest verleben durfte, so reicht das Seehasenfest natürlich nicht an den studentischen Mythos heran. Wie auch? Es ist eben nur ein Volksfest – wenn auch ein wirklich sehr nettes.

Gähnende Leere. Leergefegte Hallen. Endlose unbelebte Gänge. Keine Studenten die in unbeobachteten Momenten frech im Schneidersitz auf den Bänken sitzen und das edle Holz mit ihren Schusohlen beschimpfen. Die Notausgänge hinaus auf die Terasse mit Blick Richtung See können sich endlich, endlich die verdiente Ruhe gönnen – es ist ja keiner da, der sie sinnbefreit aufstößt um in den Sommer hinaus zu hüpfen. Notausgang ist Notausgang. Tür ist Tür. Alles hat seine Ordnung. Fast schon peinlich akkurat stehen die Massivholz Designermöbel in der Mensa bereit. Wann wohl die ersten Menschlein kommen um die eine oder andere Bank sachte ihrem Usprungsort zu entwurzeln? Achtung. Man hört schon Schritte nahen. 12.28 tick 12.29 tick 12.30. Und schwups da kommen sie auch schon. Die restlichen Idividuen. MAHLZEIT. Die Mägen knurren. Die Tabletts liegen bereit. Jeder bekommt sein Wunschessen. Jeder bekommt einen Sitzplatz. Ja, eigentlich könnte sich jeder einen eigenen Tisch unter den Nagel reißen. Endlose Weiten. Platz ist genug für jeden da. Sogar Handtuchlegen in der Bib ist nicht mehr nötig. Die Sitzplätze flehen schon fast danach benutz zu werden und die wenigen zurückgeblibenen Studenten können unbesorgt die ganze Länge eines ganzen Tisches für sich allein in Anspruch nehmen ohne missbilligende Blicke zu riskieren. Die Bib ist zu einem Raum der Ruhe mutiert und der Lautraum wird ab und zu zum sonntäglichen Tatortgucken zweckentfremdet. Bald ist all das wieder vorbei. Bald ist wieder alles voll und wusselig. Bald kämpfen wieder hunderte von Studenten um einen Sitzplatz zum Essen. Bald ist wieder Leben in der Bude.